Häufig gestellte Fragen & Antworten zum Thema Implantate:

Frage: Ist das Einbringen eines Implantates schmerzhaft?
Antwort: Der Eingriff erfolgt nach der Schmerzausschaltung durch die lokale Betäubung, im Dämmerschlaf (Sedierung) oder auf Wunsch in Vollnarkose.

Frage: Wie lange hält ein Implantat?
Antwort: Ein Implantat kann ein Leben lang halten. Voraussetzung ist die verlässliche Mitarbeit des Patienten. Implantate müssen wie die eigenen Zähne – oder besser noch mehr als diese – gepflegt werden. Ohne gewissenhafte und gründliche Mundhygiene macht eine Implantatlösung langfristig wenig Sinn.

Frage: Wie lange dauert das Einbringen eines Implantates?
Antwort: Ein Standardeingriff dauert einschließlich Vorbereitung und anschließender Kontrolle etwa eine Stunde. Werden mehrere Implantate gesetzt, verlängert sich die Dauer der OP. Die exakte Zeit hängt jedoch von der Ausgangssituation ab.

Frage: Was kostet ein Implantat?
Antwort: Die Kosten sind abhängig von der Ausgangssituation, z.B. Knochenqualität, Anzahl der Implantate, die gesetzt werden, und von der geplanten prothetischen Versorgung. Knochenaufbauende Maßnahmen erhöhen die Gesamtkosten. Eine verbindliche Aussage kann ohne Untersuchungsergebnisse nicht erteilt werden und würde der Beratung durch einen Arzt oder der eines zahntechnischen Labors vorgreifen.

Frage: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Zahnimplantat?
Antwort: Private Krankenkassen zahlen je nach Versicherungsbedingungen in Einzelfällen die gesamten Kosten. Die gesetzlichen Versicherungen übernehmen die Beträge entsprechend der festgelegten Fallpauschalen.

Frage: Kann ein Implantat vom Körper abgestoßen werden?
Antwort: Es sind keine allergischen Reaktionen bzw. auf diesen begründete Abstoßungen bekannt. Gehen Implantate verloren, so geschieht dies in den meisten Fällen während der Einheilungszeit. Zu frühe oder falsche Belastung in dieser Zeit, kritische Knochensituation oder Fehlplanung sowie mangelnde Mundhygiene sind Gründe für einen Implantatverlust. Mit einer Erfolgsquote von bis zu 98 % ist die Implantologie in der modernen Zahnheilkunde ein anerkanntes Therapieverfahren.

Frage: Gibt es Alternativen zu Zahnimplantaten?
Antwort: Die klassischen Formen des herkömmlichen Zahnersatzes wie Brücken, Kronen auf beschliffenen Zähnen und schleimhautgetragenen Prothesen sind bekannte Alternativen. Das Beschleifen von kariesfreien Zähnen wird insbesondere bei jungen Patienten kritisch gesehen. Um nur einen verloren gegangenen Zahn durch eine konventionelle Brücke zu ersetzen, müssen mindestens zwei gesunde, kariesfreie Zähne beschliffen werden. Die Folge ist ein irreparabler Substanzverlust. Implantatgetragene Einzelkronen und Brücken sind mit einem chirurgischen Eingriff verbunden, bieten jedoch eine substanzschonende Variante. Die Entscheidung gegen die konventionelle und für die implantatgetragene Therapieform kann erst nach eingehender Beratung mit dem Zahnarzt erfolgen.

Frage: Lohnen sich Implantate?
Antwort: Für den Patienten stellt sich die Frage, wie viel Geld er für seine „Dritten“ ausgeben möchte. Zudem ist eine Behandlung mit Implantaten immer mit einem chirurgischen Eingriff verbunden. Die Vorteile von Implantaten dürften jedoch überzeugen: Patienten, die nach langjähriger Zahnlosigkeit wieder fest zubeißen möchten oder die durch das Tragen von Prothesen schmerzhafte Druckstellen besitzen, werden in der Regel von den Tragekomfort und der neu gewonnen Lebensqualität überzeugt.

Frage: Welche Auswirkungen haben klassische Brücken und Prothesen auf den Knochen?
Antwort: Beim Einsatz von Brücken wird gesunde Substanz durch Beschleifen der Nachbarzähne geopfert. Die Lücke in der Zahnreihe wird durch ein Zwischenglied geschlossen. Die Zahnwurzel selbst wird nicht ersetzt. Dem Kieferknochen fehlt der von der Wurzel übertragene Kaudruck. Diese natürliche Belastung stimuliert den Knochen normalerweise zur Regenerierung. Fehlt die Belastung, bildet sich der Knochen im Laufe der Zeit zurück. Rein schleimhautgetragene Prothesen führen aus demselben Grund zu Knochenschwund, der sogenannten Atrophie. Aufgrund des Knochenabbaus muss über einen längeren Zeitraum die Prothese immer wieder korrigiert werden. Die Folge ist oft unbefriedigend sitzender Zahnersatz, der viele Prothesenträger in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt.

Frage: Kann eine Implantatbehandlung unter Vollnarkose erfolgen?
Antwort: Für eine Vollnarkose müssen die entsprechende Einrichtung und Fachärzte für Anästhesie zur Verfügung stehen. Der Patient wird über das Monitoring durch den Anästhesisten überwacht.

Frage: Müssen Zahnimplantate gepflegt werden?
Antwort: Wie eigene Zähne müssen auch implantatgetragene Zähne gründlich gepflegt werden. Ärzte, die Implantate versorgen, bieten oft eine spezielle Implantatprophylaxe zur Pflege und Reinigung der Implantate und Zähne an.

Frage: Welche Materialien werden bei Zahnimplantaten verwendet?
Antwort: Titan wird seit mehr als 30 Jahren in der dentalen Implantologie eingesetzt und hat sich als biokompatibles, verträgliches und sicheres Material erwiesen. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Mit besonderen Implantatoberflächen lässt sich die Einheilzeit der Implantate verkürzen. Die neueste Entwicklung ist eine aktive Oberfläche, die den initialen Heilungsprozess beschleunigen soll.

Frage: Ist eine besondere Ernährung erforderlich?
Antwort: Mit Implantaten kann ein Patient in der Regel wieder fest zubeißen, wieder essen, worauf er Lust hat. Vorteil: Er kann sich wieder ausgewogen und abwechslungsreich ernähren.

Frage: Können auch Diabetiker mit Zahnimplantaten versorgt werden?
Antwort: Voraussetzung ist die enge Zusammenarbeit und der Austausch mit dem Hausarzt. Patienten müssen selbstverständlich richtig eingestellt sein.

Frage: Schadet Rauchen den Implantaten?
Antwort: Starkes Rauchen kann den langfristigen Erfolg einer Implantatlösung gefährden. Besonders während der Einheilung wird Rauchen sehr kritisch gesehen.